Autogas ist nur ein anderer Begriff für Erdgas? Das kann theoretisch ein tödlicher Irrtum sein – zum Glück aber nur theoretisch oder bei erheblichem, selbstmörderischem Basteldrang.

Während Autogas flüssig mit einem Druck von nur 5 bis 10 bar im Tank gespeichert wird, bleibt Erdgas gasförmig und wird auf 200 bis 240 bar komprimiert. Daran erkennt man schon, dass das Befüllen eines Flüssiggas-Tanks mit Erdgas fatale Folgen hätte. Auch die Motorsteuerung passt nicht optimal zusammen: Erdgas besteht überwiegend aus Methan, Autogas dagegen ist ein Gemisch auf Butan und Propan. Um eine Verwechselung sicher auszuschließend, gibt es für beide Kraftstoffe unterschiedliche Zapfpistolen.

Autogas wird wegen seines Aggregatzustandes während der Speicherung auch Flüssiggas genannt. Ein weiterer Begriff, nämlich Liquefied Petroleum Gas, wird fast ausschließlich mit seiner Abkürzung LPG verwendet. Und damit es nicht langweilig wird, findet sich international noch die Abkürzung GPL, die aus dem Französischen (gaz de pétrole liquéfié) kommt. Bei Erdgas ist das gängige Kürzel CNG für Compressed Natural Gas.

Ein entscheidender Vorteil von Autogas ist, dass Autogas in Deutschland wesentlich preiswerter als Erdgas ist. Eine Umrüstung ist unkompliziert und vergleichsweise günstig. Zudem ist Autogas emissions­ärmer und somit umweltschonender als Diesel oder Benzin.

Die Vorteile von Autogas gegenüber Erdgas / Benzin:

  • Autogas ist bis zu 50 % günstiger als Benzin
  • eine Umrüstung kann bei allen Autos mit Benzinmotor unkompliziert & kostengünstig durchgeführt werden
  • das LPG-Tankstellennetz ist in Deutschland gut ausgebaut
  • Autogas ist wesentlich umweltfreundlicher
  • der Wiederverkaufswert Ihres Fahrzeuges erhöht sich
  • der Motor wird bei der Verbrennung von Autogas geschont, läuft ruhiger und leiser
  • wenn Sie beide Tanks nutzen, können Sie die Fahrreichweite erheblich erhöhen
  • Fahrzeuge mit LPG-Anlagen sind genauso sicher wie Benzin- und Dieselfahrzeuge

 

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