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Wie viele Slogans in der Werbung ist »Tanken für die Hälfte« stark vereinfachend. Es wurde ja schon erläutert, dass der Autogas-Vorteil in der Steuerbegünstigung liegt. Wenn also der Benzinpreis mal angenommen auf 2 Euro steigen sollte, stimmt dieser Satz nicht mehr, aber der Abstand von rund 66 Cent bleibt.

Kritischer ist da schon »Fahren für die Hälfte« zu bewerten. Der Verbrauch im Autogas-Betrieb wird immer höher liegen als im Benzinbetrieb, da LPG zwar einen höheren Brennwert je Kilogramm aufweist, gleichzeitig aber eine um rund 40 Prozent geringere Dichte hat. Laut Prof. Thomas Heinze von der HTW Saarland in Saarbrücken liegt der Mehrverbrauch technisch bedingt bei 20 bis 30 Prozent, je nach dem welches Verhältnis von Butan zu Propan das Gemisch hat.

In der Praxis wird der prozentuale Mehrverbrauch allerdings geringer erscheinen, da die spritfressende Startphase meist mit Benzin stattfindet. Wer also überwiegend im Stadtverkehr mit vielen Startvorgängen unterwegs ist, wird näher an einen scheinbar identischen Verbrauch herankommen als ein Autofahrer, der viel Langstrecke fährt. Unter dem Strich aber zählt, dass man nach der Amortisationsphase mit Autogas viel Geld sparen kann. Der Umwelt werden dabei zudem rund 15 Prozent Kohlendioxid erspart.

 

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